Beauftragung IQWiG: Rapid Report „Bewertung einer Fluoridlackapplikation im Milchgebiss zur Verhinderung des Voranschreitens und des Entstehens von Initialkaries bzw. neuer Kariesläsionen“
Zusammenfassung
Der G-BA beauftragt das IQWiG mit einem Rapid Report zur Bewertung einer Fluoridlackapplikation im Milchgebiss. Ziel ist die Recherche, Darstellung und Bewertung des aktuellen Wissensstands dazu, ob sich durch die Fluoridlackapplikation das Voranschreiten von Initialkaries sowie das Entstehen neuer Initialkaries bzw. neuer Kariesläsionen bei Milchzähnen verhindern lässt (§ 139a Abs. 3 Nr. 1 SGB V); die Nutzenbewertung soll den patientenrelevanten Nutzen erfassen und – soweit möglich – Aspekte wie die Anwendungsfrequenz, eine vorherige Risikoeinstufung sowie validierte Surrogatendpunkte berücksichtigen.
Zugleich nimmt der G-BA den früheren Auftrag vom 26. November 2015 zur „Bewertung zusätzlicher therapeutischer Maßnahmen zur Remineralisation bei Vorliegen einer initialen Kariesläsion des Milchzahnes“ gemäß 1. Kapitel § 16b Absatz 3 der Verfahrensordnung zurück – das Thema wird damit auf die Fluoridlackapplikation neu fokussiert. Hintergrund ist ein Antrag der KZBV vom 5. März 2015 zur Bewertung zusätzlicher Maßnahmen zur Schmelzhärtung ab dem 12. Lebensmonat. Die Arbeitsergebnisse sollen bis zum ersten Quartal 2018 vorgelegt werden und dem G-BA als Grundlage dafür dienen, ob die Methode für eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung erforderlich ist – mit Bezug zur Früherkennung von Krankheiten bei Kindern (Kinder-Richtlinie) und zu den zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen (FU-RL).
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