Freigabe zur Veröffentlichung des IQTIG-Berichts: Umsetzungsgrad der Qualitätssicherungs-Richtlinie Früh- und Reifgeborene (QFR-RL) – Ergebnisse für das Erfassungsjahr 2023

15. Mai 2025QualitätssicherungIn Kraft

Zusammenfassung

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner Sitzung am 15. Mai 2025 beschlossen, den Bericht des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) über den Umsetzungsgrad der Qualitätssicherungs-Richtlinie Früh- und Reifgeborene (QFR-RL) für das Erfassungsjahr 2023 zur Veröffentlichung freizugeben.

Der Bericht, der auf Daten aus jährlichen Strukturabfragen und Berichten aus klärenden Dialogen basiert, untersucht, wie gut die QFR-RL von Perinatalzentren (Level 1 und 2) sowie von Einrichtungen mit perinatalem Schwerpunkt (Level 3) umgesetzt wird.

Die zentralen Ergebnisse für 2023 zeigen:

  1. Durchdringungsgrad: Die Richtlinie wird von einem sehr hohen Anteil der relevanten Perinatalzentren (Level 1 und 2) umgesetzt (Level-unabhängig 99,5%). Dieses hohe Niveau ist im Vergleich zu den Vorjahren (2021, 2022) stabil.
  2. Implementierungsgrad: Die Anforderungen der Richtlinie werden insgesamt auf einem sehr hohen Niveau erfüllt (Level-unabhängig 97,3%, bei Einrichtungen mit perinatalem Schwerpunkt 98,1%).
  3. Umsetzungsgrad: Der Gesamt-Umsetzungsgrad, der Durchdringung und Implementierung kombiniert (nur für Level 1 und 2 berechnet), ist ebenfalls hoch (Level-unabhängig 96,8%) und zeigt über die Jahre eine leicht steigende Tendenz.

Trotz des insgesamt hohen Umsetzungsgrads gibt es weiterhin spezifische Herausforderungen:

  • Insbesondere im Bereich der neonatologischen pflegerischen Versorgung sind die Implementierungsgrade geringer als in anderen Bereichen.
  • Hier bereitet vor allem die Einhaltung der geforderten Pflegepersonalschlüssel (1:1 für intensivtherapiepflichtige und 1:2 für intensivüberwachungspflichtige Frühgeborene < 1.500g) Schwierigkeiten.
  • Auch die Einhaltung der Schichterfüllungsquoten und das Vorhandensein von ausreichend qualifiziertem Personal für weitere Patientinnen und Patienten sind Problembereiche.

Ein Abgleich der Datenquellen (Strukturabfrage und Berichte aus klärenden Dialogen) ergab zudem Unterschiede bei den Angaben zu Schichterfüllungsquoten und der Teilnahme an klärenden Dialogen. Die Gründe dafür sind unklar und könnten mit Dokumentationsmängeln oder organisatorischen Abläufen zusammenhängen.

Das Fazit betont das insgesamt hohe Niveau der Umsetzung der QFR-RL, weist aber auf die anhaltenden Schwierigkeiten in der pflegerischen Personalausstattung hin und regt weitere Analysen, möglicherweise auf Bundeslandebene, zur Klärung der Datenunterschiede an.

KI-generierte Zusammenfassung — Angaben ohne Gewähr

Beschluss-ID: 7211