Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung: Endgültige Rechenregeln für das Auswertungsjahr 2026 zu den Verfahren 3 und 5 bis 14
Zusammenfassung
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die endgültigen Rechenregeln für das Auswertungsjahr 2026 für verschiedene Verfahren der datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung (DeQS-RL) beschlossen.
Hauptinhalt und Ziel: Das Hauptziel ist die Sicherstellung und Verbesserung der Behandlungsqualität in verschiedenen medizinischen Bereichen durch die Erfassung, Bewertung und Veröffentlichung von Qualitätsindikatoren. Dies soll Transparenz schaffen und Krankenhäuser zu einer kontinuierlichen Qualitätsverbesserung anregen.
Betroffene Patientengruppen oder Leistungen: Betroffen sind Patientinnen und Patienten, die folgende Leistungen erhalten:
- Cholezystektomie (Gallenblasenentfernung): Fokus auf operationsbedingte Komplikationen, Reinterventionen und Sterblichkeit.
- Transplantationsmedizin (Herztransplantation, Herzunterstützungssysteme): Fokus auf Sterblichkeit im Krankenhaus, Überlebensraten und Komplikationen (neurologisch, Sepsis, Systemfehlfunktion).
- Koronarchirurgie und Eingriffe an Herzklappen (Aortenklappe, Mitralklappe, Koronargefäße): Fokus auf schwerwiegende Komplikationen (Schlaganfall, Wundheilungsstörungen), Reinterventionen/Reoperationen und Sterblichkeit.
- Ambulant erworbene Pneumonie: Fokus auf frühe Diagnostik (Blutgasanalyse/Pulsoxymetrie), frühe antibiotische Therapie, Frühmobilisation, Bestimmung und Erfüllung klinischer Stabilitätskriterien vor Entlassung sowie Sterblichkeit im Krankenhaus.
- Karotis-Revaskularisation (Halsschlagader-Operationen): Fokus auf Indikationsstellung, periprozedurale Schlaganfälle/Todesfälle, lokale Komplikationen, Neuromonitoring und postprozedurale fachneurologische Untersuchung.
- Mammachirurgie (Brustkrebsoperationen): Fokus auf prätherapeutische histologische Diagnosesicherung, HER2-Positivitätsrate, adäquate Markierung bei nicht palpablen Befunden, intraoperative Präparatradiografie/Sonografie, Vermeidung unnötiger Axilladissektion bei DCIS, zeitlicher Abstand zwischen Diagnose und Operation, Nachresektionsrate und interdisziplinäre Tumorkonferenz.
- Gynäkologische Operationen (Eileiter- und Eierstockoperationen): Fokus auf Organverletzungen bei laparoskopischen Operationen, fehlende Histologie nach Ovareingriffen und Organerhaltung.
Wichtige Änderungen: Die Rechenregeln für das Auswertungsjahr 2026 wurden finalisiert. Spezifische Änderungen umfassen:
- Karotis-Revaskularisation: Einführung neuer Kriterien zur interdisziplinären Indikationsstellung unter Einbeziehung von Neurologen und die Überprüfung des Stenosegrades. Bei symptomatischer Karotisstenose ist zusätzlich eine Bildgebung des Hirnparenchyms gefordert.
- Mammachirurgie: Betonung der prätherapeutischen histologischen Diagnosesicherung und der interdisziplinären Tumorkonferenz als zentrale Qualitätsmerkmale.
- Transplantationsmedizin: Erweiterung der Qualitätsindikatoren für Herzunterstützungssysteme und detailliertere Betrachtung von Überlebensraten und Follow-up-Status.
- Allgemein: Viele Indikatoren werden risikoadjustiert, um einen fairen Vergleich zwischen den Einrichtungen zu ermöglichen, wobei die Risikomodelle jährlich angepasst werden. Die Ergebnisse werden auf der Website des IQTIG veröffentlicht.
KI-generierte Zusammenfassung — Angaben ohne Gewähr