Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung: Teil 2 – Änderungen zum Erfassungsjahr 2027 in den Verfahren 3, 5 bis 15 und 20
Zusammenfassung
Dieser Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) dient der umfassenden Anpassung der Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung (DeQS-RL) für das Erfassungsjahr 2027. Die Änderungen betreffen eine Vielzahl von QS-Verfahren und dienen primär der Aktualisierung von Datenfeldern, der Einführung neuer Qualitätsindikatoren sowie der Implementierung einer Patientenbefragung im Bereich der gynäkologischen Operationen.
Die im Beschluss geänderten Paragraphen der DeQS-RL (Teil 2: Themenspezifische Bestimmungen) werden wie folgt angepasst:
Verfahren 3: Cholezystektomie (QS CHE)
- § 2 Abs. 6 – Verlängerung der Fristen für die Evaluation des Verfahrens bis 2030/2031.
- § 4 Abs. 2 – Präzisierung der leistungserbringeridentifizierenden Daten für den vertragsärztlichen Bereich.
Verfahren 5: Transplantationsmedizin (QS TX)
- § 4 – Streichung von Absatz 2 und entsprechende Anpassung der Absatzfolge.
Verfahren 6: Koronarchirurgie und Herzklappen (QS KCHK)
- § 4 Abs. 2 – Ergänzung der Definition der leistungserbringeridentifizierenden Daten für Vertragsärzte und MVZ.
Verfahren 7: Karotis-Revaskularisation (QS KAROTIS)
- § 2 Abs. 5 – Verlängerung der Evaluationsfristen bis 2030/2031.
- § 19 – Der Paragraph wird gestrichen.
Verfahren 8: Ambulant erworbene Pneumonie (QS CAP)
- § 2 Abs. 5 – Verlängerung der Evaluationsfristen bis 2030/2031.
- § 19 – Ausweitung der Übergangsregelungen auf das Erfassungsjahr 2027.
Verfahren 9: Mammachirurgie (QS MC)
- § 2 Abs. 5 – Verlängerung der Evaluationsfristen bis 2030/2031.
- § 19 – Der Paragraph wird gestrichen.
Verfahren 10: Gynäkologische Operationen (QS GYN-OP)
- § 1 – Neufassung des Anwendungsbereichs; Einführung der Patientenbefragung bei Hysterektomien und Erweiterung der Qualitätsziele um Patientenorientierung und Kommunikation.
- § 2 – Festlegung der Datengrundlagen (QS-Dokumentation vs. Patientenbefragung) und Anpassung der Evaluationsfristen.
- § 3 – Einführung von Regelungen zur Stichprobenziehung für die Patientenbefragung.
- § 5 – Neufassung der Datenverarbeitung (Einbezug von Befragungsdaten und Versendedaten).
- § 9 – Ergänzung der Patientenbefragung als Datenquelle.
- § 10 & § 11 – Festlegung von Mindestfallzahlen (n < 4) für den Ausweis von Befragungsergebnissen in Berichten.
- § 14 – Anforderung von Fachkenntnissen für Vertreter in den Gremien.
- § 16 – Einführung spezifischer Übermittlungsfristen für Befragungsdaten (bis zum 12. Tag des Folgemonats).
- § 17 – Integration der Befragungsergebnisse in die Rückmeldeberichte.
- § 19 – Vollständige Neufassung mit detaillierten Festlegungen zur Durchführung, Stichprobenziehung, Versendung und Erprobung der Patientenbefragung ab 2027.
Verfahren 11: Dekubitusprophylaxe (QS DEK)
- § 2 Abs. 4 – Verlängerung der Evaluationsfristen bis 2030/2031.
Verfahren 12: Herzschrittmacher und Defibrillatoren (QS HSMDEF)
- § 2 Abs. 5 – Verlängerung der Evaluationsfristen bis 2030/2031.
Verfahren 13: Perinatalmedizin (QS PM)
- § 2 Abs. 6 – Verlängerung der Evaluationsfristen bis 2030/2031.
- § 4 Abs. 3 – Der Absatz wird gestrichen.
Verfahren 14: Hüftgelenkversorgung (QS HGV)
- § 1 Abs. 3 – Anpassung der einbezogenen Leistungen durch Streichung spezifischer Kodes.
- § 2 Abs. 5 – Verlängerung der Evaluationsfristen bis 2030/2031.
- § 4 – Einführung von Regelungen zur Pseudonymisierung leistungserbringeridentifizierender Daten im vertragsärztlichen Bereich.
Verfahren 15: Knieendoprothesenversorgung (QS KEP)
- § 2 Abs. 5 – Verlängerung der Evaluationsfristen bis 2030/2031.
- § 4 – Einführung von Regelungen zur Pseudonymisierung für Vertragsärzte und MVZ.
Verfahren 20: Sepsis (QS Sepsis)
- § 5 Abs. 2 – Redaktionelle Anpassung der Vorgaben zu den Spezifikationen.
- § 17 Abs. 1 – Festlegung konkreter Termine für die Bereitstellung von Zwischenberichten durch die Bundesauswertungsstelle.
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